Der ULF Type B in City Transport Simulator 2026 ist die siebenteilige Niederflurstraßenbahn in voller Länge, die ursprünglich über die Vienna Expansion in das Spiel eingeführt wurde. Nachempfunden der ikonischen Flotte der Wiener Linien, bietet dieses Ultra-Low-Floor-Modell die höchste Fahrgastkapazität unter den ULF-Fahrzeugen der ersten Generation und bewältigt den dichten Berufsverkehr auf den Wiener Linien 37 und 38.
Das Verständnis der spezifischen technischen Merkmale, des Führerstandsaufbaus und des Fahrverhaltens ist unerlässlich, um enge Weichen, scharfe Kurven und hügelige Steigungen in der österreichischen Hauptstadt sicher zu meistern.
Technische Daten: ULF Type B vs. ULF Type A
Die ULF-Straßenbahnen (Ultra Low Floor) der ersten Generation sind in der Vienna Expansion in zwei Varianten enthalten: der lange ULF Type B und der kompakte ULF Type A. Beide erreichen eine identische Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h, unterscheiden sich jedoch erheblich in Segmentanzahl, Motorleistung und Fahrgastkapazität.
| Spezifikation | ULF Type B (Erste Generation) | ULF Type A (Erste Generation) |
|---|---|---|
| Gesamtlänge | Ca. 35,5 Meter | Ca. 24,2 Meter |
| Wagenmodule | 7 Segmente | 5 Segmente |
| Sitzplätze | 56 Sitzplätze | 42 Sitzplätze |
| Stehplätze | 157 Fahrgäste | 94 Fahrgäste |
| Gesamtkapazität | 213 Fahrgäste | 136 Fahrgäste |
| Höchstgeschwindigkeit | 70 km/h | 70 km/h |
| Antrieb | 8x 80 kW wassergekühlte Motoren | 6x 80 kW wassergekühlte Motoren |
| Kühlungsmethode | Wassergekühlt | Wassergekühlt |
| Fahrgastbelüftung | 5 Schiebefenster pro Modul, keine Klimaanlage | 5 Schiebefenster pro Modul, keine Klimaanlage |
| Enthaltenes DLC / Verfügbarkeit | Vienna Expansion / Vienna Edition | Vienna Expansion / Vienna Edition |
Aufgrund seiner Länge von 35,5 Metern erfordert der ULF Type B besondere Vorsicht beim Einfahren in Haltestellen oder beim Annähern an Kreuzungen. Ein zu dichtes Auffahren auf ein vorausfahrendes Fahrzeug an engen Gleisweichen – etwa bei der Zufahrt nahe Schottentor oder Spitalgasse – kann dazu führen, dass Weichenzungen nicht ordnungsgemäß umschalten.
Generationsunterschiede: ULF B der ersten Generation vs. neuerer ULF B1
Es ist wichtig, den originalen ULF Type B der Vienna Expansion nicht mit der neueren Generation ULF Type B1 aus dem Basisspiel zu verwechseln. ViewApp hat deutliche bauliche, optische und betriebliche Unterschiede zwischen den beiden Produktionsgenerationen modelliert.
- Außenbeleuchtung: Der originale ULF B verfügt über rechteckige Frontblinker, rechteckige Rückleuchten und Scheinwerfer, die zur Mitte der Frontpartie hin angeordnet sind. Der neuere B1 besitzt runde Blinker, runde Rückleuchten und weiter nach außen versetzte Scheinwerfer.
- Motoren und Kühlung: Der originale ULF B wird von acht wassergekühlten 80-kW-Fahrmotoren angetrieben. Die B1-Variante nutzt kleinere, luftgekühlte 35-kW-Motoren.
- Innenraumgestaltung: Der originale ULF B zeichnet sich durch weiße Innenwandverkleidungen, graue Haltestangen und seitlich angeordnete Lichtbänder aus. Im Gegensatz dazu besitzt der B1 graue Wandverkleidungen, gelbe Haltestangen und eine zentrale Deckenbeleuchtung.
- Klimaanlage und Fenster: Dem älteren ULF B fehlt eine Fahrgastklimaanlage; stattdessen setzt er auf fünf bedienbare Schiebefenster pro Segment sowie Lüftungskiemen. Der B1 verfügt über eine vollwertige Fahrgastklimaanlage und nur ein Schiebefenster pro Segment.
- Führerstandsanzeigen & IBIS: Der Führerstand des ULF B ist mit dem älteren B1690-IBIS-Gerät und einem monochromen Fahrerdisplay ausgestattet. Der B1 nutzt das modernere B2063d-IBIS-Gerät mit einem vollfarbigen Multifunktionsdisplay. Zudem verfügt der B1 über eine spezielle Ausrollanzeige (Coasting-Prozentsatz), um energieeffizientes Fahren zu fördern – ein Feature, das beim älteren ULF B fehlt.
- Akustik und Bremsverhalten: Der ULF B bietet authentische Schalt- und Schützgeräusche im Führerstand, ein charakteristisches Motorheulen sowie ein überarbeitetes Bremshalteverhalten im Vergleich zum B1.
Den ULF Type B in Wien fahren
In der Vienna Expansion verkehrt der ULF Type B entlang der gemeinsamen Stammstrecke beginnend an der unterirdischen Wendeschleife Schottentor, bevor er sich auf zwei unterschiedliche Linien aufteilt:
- Linie 37 (Schottentor ↔ Hohe Warte): Führt vorbei an Botschaften und Museen durch Döbling bis zur eingleisigen Wendeschleife an der Hohen Warte.
- Linie 38 (Schottentor ↔ Grinzing): Führt über 5,34 km und 15 Haltestellen durch die Nußdorfer Straße, Oberdöbling und die Paradisgasse in den hügeligen Vorort Grinzing, der für seine traditionellen Heurigen bekannt ist.
Bergauffahrten und Steigungsverhalten
Im Gegensatz zum fiktiven, flacheren Terrain von Tramau weisen die Wiener Strecken anhaltende Steigungen auf – insbesondere zwischen An den langen Lüssen und Grinzing auf der Linie 38. Beim Anhalten auf einem Steigungsabschnitt rollt der ULF Type B zurück, wenn die Bremse ohne ausreichende Leistungsaufschaltung gelöst wird. Beim Anfahren an bergauf gelegenen Haltestellen muss gezielt Gas gegeben werden, bevor die Bremsen gelöst werden, um den 35,5 Meter langen Zug sanft in Bewegung zu setzen.
Signale und Weichenanforderungen
Entlang der straßenbündigen Abschnitte und äußeren Schleifen ist an bestimmten Haltestellen wie der Hohen Warte eine Signalanforderung erforderlich. Fahrer müssen die Signalruftaste im Führerstand (Taste 1 auf der Bedienoberfläche) drücken, um die Streckenfreigabe anzufordern und längere Wartezeiten an Kreuzungen zu vermeiden.
Fahrgastwechsel und Türfreigabe
Mit einer Gesamtkapazität von 213 Fahrgästen ist ein zügiger Fahrgastwechsel entscheidend, um den Fahrplan auf der Linie 38 einzuhalten. Sie können die Türen über die automatische Türfreigabe freigeben; allerdings setzen Fahrgäste, die durch die Lichtschranken eilen, den Schließvorgang immer wieder zurück. Seit Update 26.2.0 können Fahrer Haltestellen überspringen, an denen keine Fahrgäste warten und kein Haltewunsch im Fahrzeug vorliegt, wodurch Verspätungen effektiv aufgeholt werden können.
So erhalten Sie den ULF Type B
Der ULF Type B ist nicht allein im Basisspiel enthalten. Er kann über bestimmte Pakete für PC (Steam), PlayStation 5 und Xbox Series X|S erworben werden:
- Vienna Expansion (49,99 €): Für Besitzer des Hauptspiels City Transport Simulator 2026. Enthält die Wien-Karte (Linie 37, Linie 38, Buslinie 35A, Nachtbus N35, Betriebsbahnhof Gürtel), ULF Type A, ULF Type B und die Wiener C2/C2G-Busse.
- City Transport Simulator 2026 – Vienna Edition (69,99 €): Das Rundumpaket für Neueinsteiger. Kombiniert das Basisspiel (Tramau-Karte und anfängliche Flotte) mit der kompletten Vienna Expansion.
- CTS 2026 Season Pass (64,99 €): Enthält automatisch die Vienna Expansion, das Citybus-C2-Paket, den exklusiven C2K-Bonusbus, den Tatra KT4D sowie den Flexity Graz DLC.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich den ULF Type B auf den fiktiven Strecken in Tramau einsetzen?
Im Sandbox-Modus können Fahrzeuge, die über Erweiterungen freigeschaltet wurden, frei auf allen kompatiblen Linien gefahren werden. Werkzeuge zur Routenerstellung und der Bau eigener Linien sind jedoch auf Tramau beschränkt, da das reale Wiener Netz streng nach festen, authentischen Fahrplänen betrieben wird.
Besitzt der ULF Type B eine Fahrgastklimaanlage?
Nein. Die ULF A- und ULF B-Straßenbahnen der ersten Generation verfügen in ihrer historischen Konfiguration über keine Klimaanlage im Fahrgastraum. Sie nutzen Dachlüftungskiemen und fünf Schiebefenster pro Wagenmodul. Eine Fahrgastklimaanlage ist erst in den Modellen der neueren Generation ULF A1 und B1 verbaut.
Wie löse ich Sonderansagen über das Wiener IBIS aus?
Seit Update 26.2.0 können Fahrzeuge mit dem Wiener IBIS-System manuelle Sonderansagen über die Taste 3 auf dem IBIS-Tastenfeld abspielen. PC-Spieler können zudem eigene Audiodateien im Ansagen-Verzeichnis (Announcements) des Spiels hinterlegen.












