Das City Transport Simulator 2026 Wien-DLC ist am 13. Oktober 2026 offiziell für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erschienen. Entwickelt von ViewApp verlagert diese Erweiterung den Simulator von der fiktiven, von Deutschland inspirierten Stadt Tramau in eine realitätsgetreue Nachbildung der österreichischen Bundeshauptstadt. Sie führt drei Tageslinien des öffentlichen Nahverkehrs, eine Nachtbuslinie sowie vier eigens umgesetzte Fahrzeuge der Wiener Linien ein.

Spieler können die eigenständige Wien-Erweiterung für 49,99 € erwerben oder erhalten sie ohne zusätzliche Kosten, wenn sie bereits den City Transport Simulator 2026 Season Pass besitzen. Für Neueinsteiger bündelt die City Transport Simulator 2026 – Vienna Edition sowohl das Basisspiel als auch die Erweiterung für 69,99 €.

Im Wien-DLC enthaltene Strecken

Die Erweiterung bildet reale Straßenverläufe, Gleisführungen und über 1.000 authentische Gebäude (mit fast 1.400 während der Entwicklung dokumentierten Objekten) nach. Der Betrieb konzentriert sich auf zwei Straßenbahnlinien, die vom zentralen Knotenpunkt Schottentor nach Norden führen, sowie einen zentralen Buskorridor nach Salmannsdorf.

LinieFahrzeugtypStartstationEndstationBetriebsart
Straßenbahnlinie 37Straßenbahn (ULF A / ULF B)SchottentorHohe WarteTagesbetrieb
Straßenbahnlinie 38Straßenbahn (ULF A / ULF B)SchottentorGrinzingTagesbetrieb
Buslinie 35ABus (C2 / C2G)SpittelauSalmannsdorfTagesbetrieb
Nachtbuslinie N35Bus (C2 Solo)Nußdorfer StraßeSalmannsdorfNachtbetrieb

Straßenbahnlinie 37 und Linie 38

Beide Straßenbahnlinien beginnen in der unterirdischen Schleife am Schottentor, bevor sie an die Oberfläche hinauffahren. Die Linie 37 zweigt in Richtung des Wohnviertels Hohe Warte ab. Die Linie 38 führt weiter durch Döbling bis nach Grinzing – ein Gebiet, das für traditionelle Wiener Heurigen bekannt ist. Das Befahren dieser Linien erfordert den Umgang mit Steigungen, engen Kurven im Stadtgebiet und Kreuzungen, an denen Autos die Gleiskörper kreuzen.

Buslinie 35A und Nachtbetrieb N35

Die Linie 35A bedient die Strecke zwischen Spittelau und Salmannsdorf über enge Vorortstraßen, steile Steigungen und kombinierte Bus-/Straßenbahnspuren. Spieler können die Linie 35A sowohl mit Standard-Solobussen als auch mit Gelenkbussen befahren.

Im Nachtverkehr wechselt der Fahrplan auf die Linie N35 zwischen Nußdorfer Straße und Salmannsdorf. Die N35 wird mit 12 Meter langen Solobussen betrieben und zeichnet sich durch weniger Verkehrsaufkommen, ruhigere Straßen sowie längere Taktabstände aus.

Betriebsbahnhof Remise Gürtel

Die Erweiterung beinhaltet einen maßstabsgetreuen 1:1-Nachbau des historischen Straßenbahnbetriebsbahnhofs Remise Gürtel. Auf rund zwei Hektar und verteilt auf drei Hallen umfasst er die rote Backsteinfassade der Halle 2 aus dem Jahr 1901 sowie Verwaltungsgebäude der Wiener Linien. Spieler können Frühmorgens-Ausfahrten direkt von den Depotgleisen starten, bevor sie in den regulären Fahrgastbetrieb einscheren.

Neue Fahrzeuge und technische Daten

Die Wien-Erweiterung führt vier eigens modellierte Fahrzeuge der Wiener Linien ein: die Niederflurstraßenbahnen ULF A und ULF B sowie die Stadtbusse Mercedes-Benz C2 und C2G. Diese Fahrzeuge bilden lokale österreichische Betriebsbesonderheiten, spezifische Fahrerstand-Layouts und maßgeschneiderte Tonaufnahmen originalgetreu nach.

Technische Daten der Straßenbahnen ULF A und ULF B

Im Gegensatz zu den späteren A1- und B1-Varianten aus dem Basisspiel führt die Wien-Erweiterung die ULF-Straßenbahnen (Ultra Low Floor) der ersten Generation mit wassergekühlten Motoren und klassischen Führerstand-Bedienelementen ein.

EigenschaftULF A (Kurze Variante)ULF B (Lange Variante)
Fahrzeuglänge24,2 Meter35,5 Meter
Fahrgastkapazität42 Sitzplätze, 94 Stehplätze56 Sitzplätze, 157 Stehplätze
MotorisierungSechs wassergekühlte 80-kW-MotorenAcht wassergekühlte 80-kW-Motoren
Höchstgeschwindigkeit70 km/h70 km/h
IBIS-Gerät & AnzeigeB1690-Gerät, monochromes DisplayB1690-Gerät, monochromes Display
Belüftung5 Schiebefenster pro Modul, keine Klimaanlage5 Schiebefenster pro Modul, keine Klimaanlage
Beleuchtung & ExterieurRechteckige Blinker, mittige ScheinwerferRechteckige Blinker, mittige Scheinwerfer

Technische Daten der Wiener C2- und C2G-Busse

Die Busflotte bildet die exakten Konfigurationen der Wiener Linien nach. Anders als die Standardbusse im Basisspiel verfügen die Wiener C2-Modelle an jedem Einstieg über elektrische Schwenkschiebetüren. Bemerkenswert ist, dass der hintere Flügel der vorderen Einstiegstür in einem Winkel öffnet, um bei Kurvenfahrten nicht mit dem rechten Vorderreifen zu kollidieren.

EigenschaftCitybus C2 (Solo)Citybus C2G (Gelenkbus)
Länge12 Meter18 Meter
Fahrgastkapazität28 Sitzplätze, 77 Stehplätze37 Sitzplätze, 103 Stehplätze
MotorOM 936 Diesel (220 kW / 300 PS)OM 470 Diesel (265 kW / 360 PS)
Getriebe6-Gang ZF EcoLife Automatik6-Gang ZF EcoLife Automatik
Höchstgeschwindigkeit80 km/h80 km/h
FahrscheinautomatKeiner (Wiener Spezifikation)Keiner (Wiener Spezifikation)

Spielmodi und Mechaniken

Der Betrieb in Wien unterscheidet sich spürbar vom standardmäßigen Sandbox-Gameplay in Tramau. Beachten Sie vor Beginn einer Schicht die folgenden spielmechanischen Besonderheiten:

  1. Kein Netzwerk-Wirtschaftsmodus: Wien ist ausschließlich für Fahrplanfahrten, Schnellspiele und freie Fahrten entlang der realen Linien ausgelegt. Sie können auf der Wien-Karte keine eigenen Verkehrsunternehmen aufbauen, keine Gleisführungen verändern und kein Management im Tycoon-Stil betreiben.
  2. Signalanforderungen: An bestimmten Kreuzungen (wie etwa bei der Annäherung nahe Hohe Warte oder an komplexen Knotenpunkten) müssen Fahrer Signalanforderungen manuell über die Fahrerstandskonsole auslösen (durch Drücken von Taste 1), um ein Freisignal für das Gleis zu erhalten.
  3. Kein Ticketverkauf im Fahrerstand: Im Busnetz von Tramau aus dem Basisspiel drucken Fahrer Tickets manuell aus und geben Wechselgeld heraus. Die Wiener C2-Busse verfügen weder über Ticketdrucker noch über Wechselgeldkassen – ganz nach dem Vorbild des realen österreichischen Verkehrsbetriebs, bei dem Fahrkarten im Vorverkauf oder digital erworben werden.
  4. Manuelle Türfreigabe und Gedränge: In den morgendlichen Stoßzeiten herrscht an Haltestellen wie der Nußdorfer Straße oder dem Schottentor dichtes Fahrgastaufkommen. Wird die automatische Lichtschranke unterbrochen, öffnen sich die Türen so lange erneut, bis der Einstiegsbereich frei ist.

Verbesserungen mit Update v2026.3.0

Zeitgleich mit der Wien-Erweiterung veröffentlicht, brachte das Basis-Update v2026.3.0 übergreifende Systemverbesserungen für alle Spieler:

  • Sichtbarkeit der Navigation: Navigationspfeile und Haltestellenbegrenzungsmarkierungen werden bei der Annäherung früher gerendert, damit Fahrer enge städtische Kurven nicht verpassen.
  • Controller-Unterstützung: Verbessertes Lenkrad-Handling und optimierte Lenkradprofile, wodurch Kompatibilitätsprobleme mit der Software Logitech G HUB behoben wurden.
  • Fahrzeug-Fehlerbehebungen: Fehler beim Beschlagen der Scheiben bei ausgewählten Straßenbahnen wurden behoben, das Schließverhalten der Türen verfeinert, Probleme mit der Retarder-Leistung des C2 in Stufe 5 gelöst und die Audioprofile der Flexity-Straßenbahn aktualisiert.
  • Fahrplangestaltung: Neue Einrichtungsfunktion für Expressbusse hinzugefügt, mit der eigene Linien bestimmte Zwischenhalte wie den Marienplatz überspringen können.

Community-Resonanz und bekannte Probleme

Spielerbewertungen auf Steam und Beiträge in offiziellen Foren heben sowohl großes visuelles Lob als auch spürbare Bedenken hinsichtlich des Gameplays hervor:

  • Detaillierte Szenerie vs. Preisgestaltung: Das Feedback der Community lobt die authentische Atmosphäre, die Beleuchtung durch die Unreal Engine 5 und die architektonische 1:1-Genauigkeit in Döbling und am Schottentor. Kritisiert wird von den Spielern jedoch der Preis von 49,99 € für drei Tageslinien ohne Anbindung an das Karriere-Management.
  • Fußgänger- und Fahrzeug-KI: Gameplay-Berichte aus der Community zeigen, dass sich KI-Fußgänger häufig dicht an der Bordsteinkante sammeln und gelegentlich Kollisionswarnungen auslösen. An bestimmten komplexen Kreuzungen hält der entgegenkommende KI-Verkehr mitunter unerwartet an, wenn er versucht, links über die Straßenbahngleise abzubiegen.
  • HUD-Navigation: Mehrere Spieler haben eine Minimap- oder Navi-Anzeige gefordert, da das alleinige Vertrauen auf schwebende blaue Wegweiserpfeile das rechtzeitige Erkennen komplexer Kurven in engen Wiener Gassen erschwert.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist das Wien-DLC im Season Pass enthalten?

Ja. Spieler, die den City Transport Simulator 2026 Season Pass besitzen, erhalten die Wien-Erweiterung ohne zusätzliche Kosten.

Bietet das Wien-DLC einen Karriere- oder Wirtschaftsmodus?

Nein. Die Wien-Erweiterung konzentriert sich rein auf Fahrplanfahrten, Schnellstart-Strecken und freie Fahrten. Der aus Tramau bekannte Karrierefortschritt und der netzwerkaufbauende Wirtschaftsmodus sind auf der Wien-Karte nicht verfügbar.

Wie verkauft man Fahrscheine auf den Wiener Buslinien?

Auf den Wiener Buslinien werden keine Fahrscheine verkauft. Die Wiener C2-Busse sind ohne Ticketdrucker oder Zahlboxen modelliert, was den realen Bestimmungen der Wiener Linien entspricht.

Welche Fahrzeuge können auf der Wien-Karte gefahren werden?

Das DLC enthält von Haus aus die Straßenbahnen ULF A und ULF B sowie die Busse C2 Solo und C2G (Gelenkbus). Spieler können zudem kompatible Straßenbahnen aus ihrem Depot einsetzen, wie etwa die Modelle Flexity Wien und ULF A1/B1.